Noch nicht einmal 5 Monate hat es gedauert, bis das Mantra des Höchstädter Bürgermeisters und der Stadtratsmehrheit „Rieswasser = schnelle Straße“ in sich zusammengefallen ist. Heute wissen wir, was vor Monaten schon absehbar war. Die Auflösung des Wasserschutzgebiets ist kein Selbstläufer und nach 13 Dürremonaten in Folge wohl auch unverantwortlich. Die Bedenken der meisten CSU- und Umlandstadträte wurden im Januar einfach beiseite gewischt. Das nun so schnell Klarheit herrscht ist ein Glücksfall. Die richtige Entscheidung kann nur sein, den für die Bürger teureren Rieswasseranschluss abzusagen und schleunigst die Eigenwasserversorgung wieder ins Auge zu fassen. Für die B16 neu ändert sich so oder so nichts.

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CSU Höchstädt beschäftigt sich mit bürgerfreundlicher Verwaltung

Wer kennt die Nummer 115? Mit dieser Frage eröffnete Ortsvorsitzender Thomas Häußler die Diskussion darüber, wie die Verwaltung noch bürgerfreundlicher werden kann. Die 115 ist ein Servicetelefon für einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung. Über diese zentrale Hotline erreichen die Bürgerinnen und Bürger ein Servicecenter, das als erste Anlaufstelle für allgemeine Fragen an die Verwaltung gedacht ist. Dort können Antworten eingeholt werden, wie „Wo melde ich ein Gewerbe an?“ , Wo kann ich einen Wohnsitz anmelden? Usw. Durch eine einheitliche Servicenummer spart sich der Bürger Zeit bei der Suche nach einer Telefonnummer bzw. einem Ansprechpartner und Anfragen können im Idealfall auch direkt und schnell beantwortet werden. In Bayern haben bisher nur die Landeshauptstadt München und einige Kommunen im Allgäu die Behördennummer eingeführt. Hier könnte die Stadt Höchstädt bzw die VG Höchstädt eine Vorreiterrolle für eine noch bürgerfreundlichere Verwaltung einnehmen. Mit einem breiteren Serviceangebot kann unsere Stadt noch attraktiver werden, wenn es darum geht neue Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. Gerade solche weichen Faktoren können bei der Neubürgergewinnung entscheidend sein, so Häußler in seinen Ausführungen.

Der stellv. Ortsvorsitzende Thomas Schmitt begrüßte die Idee und regte an, auch das bereits vorhandene, in die Homepage der Stadt integrierte Bayernportal für alle Leistungen der Verwaltungsgemeinschaft zu öffnen. Die anwesenden Mitglieder waren sich auch beim Thema Öffnungszeiten der Verwaltung einig, dass es wünschenswert wäre, wenn das Rathaus wenigstens einmal die Woche über die Mittagszeit geöffnet wäre und wenigstens einmal im Monat bis 20 Uhr. Wenn die Mitarbeiter an diesen Tagen in Schichten Ihre Arbeit verrichten, so könnten zusätzliche Überstunden vermieden werden. Wenn es um die Verbesserung des Serviceangebotes für die Bürger in der Verwaltung geht, darf es keine Denkverbote geben, so die stellv. Ortsvorsitzende Carolin Wanner. Die anwesenden Stadträte Roswitha Riedel und Johannes Gorhau versprachen, sich dieses wichtigen Themas anzunehmen und zeitnah einen Antrag über die Fraktion in den Stadtrat einzubringen.

Das Höchstädter Stadtfest gehört zur kulturellen Tradition der Stadt und war über Jahrzehnte hinweg ein generationenübergreifendes Fest, zu dem jeder Höchstädter eine persönliche Bindung hatte, so die einhellige Meinung im CSU-Vorstand. Umso bedauerlicher, dass es in diesem Jahr schon zum zweiten Mal in Folge nicht mehr stattfinden wird, so der neue CSU-Vorsitzende Thomas Häußler. Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern wollte er in der vergangenen Sitzung überlegen, was unternommen werden kann, um ein neues Stadtfest im Jahr 2020 wieder aus der Taufe zu heben.

In Abstimmung mit dem CSU-Vorsitzenden stellte sein Stellvertreter, Thomas Schmitt, den Mitgliedern der Vorstandschaft ein Konzept für ein zukünftiges Stadtfest vor, das in einem zwei bis drei jährigen Rhythmus stattfinden soll, um die Finanzen nicht überzustrapazieren. Seiner Meinung nach könne man über zwei Optionen nachdenken: Bei der ersten soll das Stadtfest, ähnlich wie beim Maibaumfest, ein Vereinsfest werden, bei dem die Einnahmen in eine zentrale Kasse fließen und anschließend für künftige Stadtfeste reinvestiert oder Rücklagen gebildet werden können.

Weitere Veränderungen in der Vorstandschaft

In der Höchstädter CSU stehen die Zeichen auf Neuanfang: Unter den zahlreichen Mitgliedern, die an der Jahreshauptversammlung teilgenommen haben, befanden sich auch einige, die erst kürzlich in die Partei eingetreten sind. Mit insgesamt zehn neuen Mitgliedern startet der künftige Vorsitzende Thomas Häußler in sein neues Amt, in das er einstimmig gewählt wurde. Einer der ersten Gratulanten war zweiter Bürgermeister Stephan Karg, der in seinem Grußwort auf die aktuellen Entwicklungen im Höchstädter Stadtrat einging. Die scheidende Vorsitzende Roswitha Riedel trat auf eigenen Wunsch nicht mehr an, bleibt der Vorstandschaft aber als Schatzmeisterin erhalten. In ihrer Ansprache schaute die Stadträtin auf ihre insgesamt vierjährige Amtszeit zurück, in der neben zahlreichen Veranstaltungen und der Kommunalwahl, auch das 70-jährige Bestehen des CSU-Ortsverbandes begangen wurde. Landtagsabgeordneter Georg Winter dankte Roswitha Riedel für ihren großen Einsatz in dieser Zeit. Lob bekam die scheidende Vorsitzende auch von Alfred Schneid, der sein Grußwort außerdem zu einem Aufruf für die Europawahl nutzte. „Europa ist das Projekt zur Sicherung des Friedens und der Freizügigkeit der Bürger“, so der Stellvertreter des Landrats. Zustimmung bekam er dabei vom neuen Vorsitzenden, Thomas Häußler, der in seiner Antrittsrede ankündigte, dass sein erstes Projekt die Europawahl im Mai sei, für die er bei den Höchstädter Bürger werben möchte.